Wir lieben die Sonne. Allerdings sollten Sie Ihre Haut mit Sonnencreme in den Sommermonaten schützen, um keinen Sonnenbrand zu bekommen

Gebräunte Haut gehört an vielen Orten zum Schönheitsideal. Doch Vorsicht: Zunehmend warnt der Wetterdienst in unseren Breitengraden vor der extrem hohen ultravioletten Strahlung. UV-Strahlen schaden unserer Haut nachhaltig – sie altert schneller und langfristig kann es Hautkrebs verursachen.

Bereits wenn Sie sich etwa 5 bis 30 Minuten in der Sonne aufhalten, kann sich die Haut röten und sie beginnt zu „brennen“. Sonnencremes und Sonnensprays schützen vor Sonnenbrand, indem sie die schädlichen UV-Strahlen entweder umwandeln (chemische Filter) oder wie winzige Spiegel reflektieren (mineralische Filter). Viele Sonnencremes nutzen sowohl chemische als auch mineralische Filter gleichzeitig.

LSF bei Sonnencremes

Der Lichtschutzfaktor (LSF) gibt an, wie viele länger Sie sich der Sonne aussetzen können, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Je höher der Schutzfaktor, umso länger ist die Schutzzeit. LSF 20 bedeutet also, dass Sie sich zwanzigmal so lang in der Sonne aufhalten können als ohne Sonnencreme. Dies ist allerdings nur eine Orientierungshilfe.

Die Verbraucherzentrale empfiehlt, die Zeitspanne vorsichtshalber um ein Drittel zu unterschreiten. Auch mit Sonnencreme sollten Sie sich der direkten Sonneneinstrahlung nicht übermäßig aussetzen: Sonnencremes können zwar einen Sonnenbrand verhindern, schützen aber nicht vor Hautkrebs.

Selbst die beste Sonnencreme kann ihre Wirkung nur entfalten, wenn Sie sie reichlich min. 30 g oder 3 EL und groß­flächig auftragen und spätestens alle 2 Stunden erneuern. Dies gilt vor allem dann, wenn Sie im Wasser waren oder stark schwitzen.

2. Diese Unterschiede bei Sonnencremes gibt es

Sonnenschutzmittel gibt es als Creme, Lotion, Gel sowie als Spray und zeichnen sich durch folgende Eigenschaften aus:

Sonnenspray

Ein Sonnenspray lässt sich schneller nutzen als eine klassische Sonnencreme. Kurz vor dem Training aufgetragen, eignet es sich vor allem für den Sport. Aber bitte aufpassen, wer zu hastigen aufträgt verringert seinen Schutz.

Sonnencreme für das Gesicht

Bei trockener Haut bietet sich eine Sonnencreme für das Gesicht mit Hyaluron an, bei einem fettigen Teint ist ein Sonnengel empfehlenswert.

Sonnencreme für den Körper

Eine Sonnencreme für den Körper sollte sich problemlos auftragen lassen, schnell einziehen und kein klebriges Gefühl hinterlassen. Der Schutz sollte lange gegeben sein – möglichst auch im Wasser.

Mineralische Sonnencremes

Mineralische Sonnencreme, meist mit Partikeln aus Titaniumoxid oder Zinkoxid, bilden eine reflektierende Schicht auf der Haut, die die Sonnenstrahlen wie ein Spiegel zurückwirft. Sie wirkt oberflächlich und rein physikalisch ohne Nebenwirkungen.

3. Sonnencremes im Vergleich

Die Europäische Klassifikation unterteilt Sonnenschutzmittel nach ihren Lichtschutzfaktoren in 4 verschiedene Schutzstufen:

  1. leichter Schutz („low protection“): Lichtschutzfaktor (LSF) 6-10
  2. mittlerer Schutz („medium protection“): LSF 15-25
  3. hoher Schutz („high protection“): LSF 30-50
  4. sehr hoher Schutz („very high protection“): LSF mehr als 50

Babys und Kinder benötigen grundsätzlich einen höheren Lichtschutzfaktor als Erwachsene. Daher sollte hier auf besondere Sonnencreme für Babys zurückgegriffen werden.

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) empfiehlt für Kinder einen Lichtschutzfaktor von mindestens 30, für Erwachsene ab 20. Die Wahl des für Sie passenden Sonnenschutzmittels hängt dabei von mehreren Faktoren ab:

  • Wenn Sie helle Haut und blonde Haare haben, benötigen Sie einen höheren Schutz als ein Mensch mit einem dunkleren Teint.
  • Entscheidend ist zudem die Intensität der UV-Strahlung. Wenn Sie sich in großen Höhen aufhalten – etwa im Gebirge – oder am Wasser, benötigen Sie ebenfalls einen hohen bis sehr hohen Schutz
  • In der Mittagszeit ist UV-Belastung intensiver
  • Wenn Sie bereits gebräunt sind, kann eine Sonnencreme niedrigem LSF ausreichen.

Sonnencremes für Allergiker

Wer zu Sonnenallergie neigt sollte zum Sonnnengel greifen. Passende Produkte sind ohne Parfüm, haben stattdessen mit feuchtigkeitsspendenden und beruhigenden Inhaltsstoffen.

4. Sonnencreme für Kinder und Babys

Empfindliche Kinderhaut, die schnell verbrennt, braucht einen besonders hohen Lichtschutzfaktor – am besten 50+. Die verbreitete Annahme, dass Sonnenschutzfilter bei Babys und Kleinkindern Allergien auslösen könnten, ist von Dermatologen nicht bestätigt. Sie raten Eltern dringend, ihr Kind durch Baby-Sonnencreme und eine angemessene Kleidung vor Sonnenstrahlen zu schützen.

Reicht Eincremen als Schutz?

Nein. Mittagssonne bitte ­immer meiden! Babys sollten nie in die pralle Sonne, da ihre Haut noch ­keine Schutzschicht hat. Schatten bevorzugen, über Planschbecken und Co. ­einen Sonnenschirm aufstellen. Beim Kinder­wagen auf Schirm­material mit UV-Schutz achten.

Bitte auch schon im März oder April eincremen, da der Körper im Winter sein Sonnen­abwehrsystem runtergefahren hat, reagiert die Haut auf die erste wärmende Sonne sehr empfindlich.

Und auch im Schatten?

Ja. Unter Bäumen, Wolken oder Sonnenschirmen sind die UV-Strahlen zwar nicht so intensiv, trotzdem können sie Schaden anrichten. Deshalb sind Sonnenschutzmittel auch im Schatten Pflicht.

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